Monitor: Mit Kindern Kasse machen

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Wie die ARD Sendung Monitor (nichts) Neues aufdeckt

Am Donnerstag, den 30.04.2015, strahlte das ARD Format Monitor eine Reportage unter dem Titel „Mit Kindern Kasse machen“ aus. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich der Link zum Video rasant und es wurde umfangreich kommentiert. Viele User waren erschrocken, viele User bedankten sich. Darüber, dass im ARD Format Monitor dieser Beitrag „aufgeklärt“ hat. Doch hat er das? Ist es angemessen, sich bei dem Öffentlich-Rechtlichen zu bedanken?

Wir sind der Meinung, dass hierfür kein Dank notwendig, angebracht noch angemessen ist. Denn diese Form des modernen Menschenhandels ist der ARD und auch der Monitor Redaktion schon lange, zumindest aber seit dem Fall der Familie Conny Haase bekannt und weist Parallelen zum Kinderhaus Kiesby auf, das unverhohlen im Hamburger Abendblatt diese Anzeige offerierte:

Kinderhaus Kiesby - Kinderhandel
Kinderhaus Kiesby – Kinderhandel?

Seinerzeit eingegebene Strafanzeige wurde eingestellt. Dem deutschen Kinderhandel ist somit Tür und Tor geöffnet. (Quelle Screenshot: http://www6.carookee.com/forum/Elternforum/30/16037142.0.30115.html)

ARD Monitor Mit Kindern Kasse machen
ARD Monitor Mit Kindern Kasse machen (Bildquelle: ARD/Monitor – ebenfalls Vorschaubild des Artikels)

Monitor deckt Jugendhilfe mit Strukturen von Menschenhandel auf

Die Dokumentation „Mit Kindern Kasse machen“ wird vom Monitor Moderator Georg Restle mit diesen Worten aufgemacht:

„Kinder brauchen den Schutz dieser Gesellschaft mehr als alle anderen. Vor allem, wenn die Eltern ausfallen, ist der Staat gefordert. Jugendämter oder Jugendhilfe.

Dass ausgerechnet mit solchen Kindern Geschäfte gemacht werden und dass staatliche Stellen dabei sogar mitmischen, das konnten selbst wir kaum glauben. Bis wir nach Ungarn gefahren sind. Denn genau dorthin schicken deutsche Jugendämter Kinder, die ihnen anvertraut sind.

Offiziell soll es da um individuelle pädagogische Konzepte gehen und professionelle Betreuung und um Zukunftsperspektiven für solche Kinder, die es hier in Deutschland besonders schwer haben.

Was Nicole Rosenbach, Naima El Moussaoui und Jan Schmitt in Ungarn dann allerdings vorgefunden haben, das hat auch uns ziemlich sprachlos gemacht.“

Zusammenfassung der Dokumentation „Mit Kindern Kasse machen“

Kinderverschickung nach Ungarn

Konkret geht es um den Jugendlichen ‚Paul‘, der seit seinem 6. Lebensjahr im Heim lebte. Verwandte wollten sich um das Heimkind sorgen. Doch dies ließ das fallbetraute Jugendamt Dorsten nicht zu, schickte stattdessen das Kind nach Ungarn. Der Kontakt zur Familie wurde damit abgebrochen. Statt dem Schulbesuch auf einem Gymnasium lebt ‚Paul‘ auf einem heruntergekommen wirkenden Hof in Ungarn.

Monitor interviewt Jugendamt Dorsten – Amtsleiter

Monitor fragte nach – beim Amtsleiter Dietmar Gayk, Jugendamt Dorsten. Und bekam, so Monitor, „eine bemerkenswerte Antwort„.

Kinder, für die man in Deutschland sonst keine „passgenaues“ Kinderheim in Deutschland zu finden, werden Inobhut genommene Kinder nach Ungarn verbracht. Auf diese Weise will das Jugendamt das

möglichst beste für das Kind herausholen

so Amtsleiter Dietmar Gayk, Jugendamt Dorsten. Gayk, so dieser selbst, ist überzeugt, nur die Auslandsunterbringung (früher als Kinderlandverschickung bezeichnet, bleibe als „ultima Ratio„. Die Unterbringung auf „einem ausländischen Hof. Zwischen Schrottteilen und Gerümpel„, so Monitor.

Ungarischer Handwerker als Individualpädagoge

Ein 64-jähriger ungarischer Handwerker ist Individualpädagoge. Dieser habe „Weiterbildungen zu Trauma und Bindungsstörungen“ gemacht.

Die Klinik, in der er diese Weiterbildungen gemacht haben soll, verneint dies und gibt an, solche Weiterbildungen überhaupt nicht anzubieten. Der „Individualpädagoge“ schätzt sich jedoch selbst als geeignet an und beruft sich auf Lebenserfahrung und autodidaktische Weise. Die Reporter konnten sich nur mit Hilfe eines Dolmetscher mit dem selbsternannten „Individualpädagoge“ verständigen, dem das Dorstener Jugendamt deutsche Kinder ohne Hinterfragung und Überprüfung anvertraut.

„Die Mitarbeiter von LIFE sind selbstständig und freiberuflich. Die Betreuer verfügen über ein hohes Maß an menschlicher und fachlicher Kompetenz.“

(Quelle: http://www.life-jugendhilfe.de/konzeption-mitarbeiter.php)

‚Paul‘, der ehemalige Gymnasialschüler hat 2 x die Woche 2 Stunden Unterricht und besucht keine Schule, sondern wird über das Internet „beschult“. 8.000 Euro im Monat und pro Kind berappen deutsche Steuerzahler für diese individualpädagogische Maßnahmen, die das Jugendamt Dorsten ‚Paul‘ verordnete.

Das Jugendamt Dorsten überweist monatlich die Heimkostenbeiträge in Höhe von 8.000 Euro an eine private Firma, die Life GmbH mit Firmensitz in Bochum, die in ihrer Leistungsübersicht preis gibt:

Betreuungsformen
Stand- und Reiseprojekte im In-und Ausland, die sich an der Persönlichkeit des Kindes/Jugendlichen und der persönlichen Kompetenz des Mitarbeiters orientieren.“

(Quelle: http://www.life-jugendhilfe.de/konzeption-leistungsuebersicht.php)

Life bekommt monatlich 7.000 Euro für den belegten Heimplatz, weitere 800 Euro monatlich für die private Internetschule, die einer Tochterfirma der Bochumer Life GmbH gehört. Geschäftsführer: Gert Lichtenberger. Lichtenberger verschickt auch Kinder zur Erlebnispädagogik ins unruhengebeutelte Kirgistan.

Der wiederum steht dem Monitor Team nicht zum Interview zur Verfügung und ist nicht bereit, über die Einkünfte seiner Firma zu sprechen.

„„Als ich damals angefangen habe, habe ich nicht gedacht, dass irgendwann so junge Kinder zu mir geschickt werden.“ (Gert Lichtenberger, Ratsmitglied und Stadtbezirksvorsitzender Bochum-Süd, SPD Bochum)

Das Jugendamt Dorsten vertraut ganz und voll der Life GmbH, als Träger der Heimunterbringung von ‚Paul‘ fungiert. „Anders wäre es nicht möglich“, so Dietmar Gayk, Jugendamt Dorsten. Dieser weiter:

„Wir haben vertragliche Vereinbarungen. Und genauso, wie der Träger uns vertraut, dass wir monatlich die Zahlungen leisten, die ja nicht unerheblich sind in solchen Fällen, vertrauen wir auch dem Träger, dass er entsprechend das fachliche Knowhow mitbringt, dass die Ziele erreicht werden können.“

Monitor berichtet in der Reportage „Mit Kindern Kasse machen“ über einen weiteren Fall.

Neustart GmbH fungiert hier als Träger und betreut ebenfalls deutsche Jugendliche, die von deutschen Jugendämtern nach Ungarn verschickt werden.

Marcel, ein ehemaliges Heimkind aus einem der ungarischen Neustart Heime, welches individuealpädagoische Maßnahmen anbietet, schlägt sich mit heute als junger Erwachsener mit Gelegenheitsjobs durch.

„Wenn wir nicht zur Schule gehen wollten, durften wir auch weiterschlafen. Wir haben dort kiffen können – und haben das auch getan. Das war eigentlich allen egal oder wurde halt drüber weggeschaut bzw. nicht gesehen.“

Ein ehemaliger ungarischer Betreuer bestätigt das und gibt zu, dass die deutschen Kinder dort „einfach abgestellt wurden“. Marcel berichtet heute, er komme sich dabei sehr „benutzt“ vor.

Marcel weiter:

„Uns wurde nicht gezeigt, wie Leben funktioniert. Und es hätte uns dort gezeigt werden müssen, wie Leben funktioniert. Als ich wieder in Deutschland war, war alles viel schlimmer, wie vorher.“

Ein lukratives Geschäft auf Kosten von Kindern, die abweichend zum Monitor Statement nicht immer KEINE Familie haben, die sich um die Kinder kümmern kann. Neben dem Reibach mit den Heimplätzen werden die Steuerzahler ein weiteres Mal betrogen. Nämlich dann, wenn sie für Kinderheime spenden.

Monitor stößt auf eine „eigenartige Konstruktion“

Alfons Wissmann, Leiter des Jugendamts Gelsenkirchen, Thomas Peter Frings, Stellvertreter von Alfons Wissmann. Wissmann und Frings haben in 2004 die Firma Neustart in Ungarn gegründet. Und die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef in Gelsenkirchen.

„Alle Jugendlichen von Neustart wurden von hier aus nach Ungarn geschickt.“

Informanten berichten von einem Deal zwischen Jugendamtsleiter Wissmann, dem Gelsenkirchener Kinderheim St. Josef und Neustart in Ungarn.

Frings und Wissmann hätten demnach immer mehr Jugendliche in das St. Josef Kinderheim nach Gelsenkirchen geschickt. Die Einnahmen des Heims wurden erhöht und als Gegenleistung hätte das Kinderheim Jugendliche von anderen Jugendämtern nach Ungarn zu Neustart verschickt. In das Heim, das Wissmann und Frings gegründet haben. Der Jugendamtsleiter und dessen Stellvertreter bestreiten das System.

Verständlich, denn Alfons Wissmann sieht sich in der Selbstdarstellung selbstverständlich der Berufung „Schütz die Kinder deiner Stadt“ verpflichtet – und nicht dem Menschenhandel.

Nachweise über Belegungszahlen des St. Josef Heims wurden der Monitor Redaktion zugespielt, die diesen schweren Verdacht erhärten. Die Belegungszahlen explodierten in genau den Jahren, wo Neustart gegründet wurde.

Nachgewiesen ist: Das Heim wurde mehrfach signifikant überbelegt und somit hätte ihm die Betriebserlaubnis entzogen werden können und müssen. Was nicht erfolgt ist.

Stadtdirektor Gelsenkirchen, Manfred Beck:

„Wir wollen gar nicht in die detaillierte rechtliche Prüfung gehen, sondern wir gehen davon aus, dass dieses Verhältnis schnellstmöglich eingestellt wird.“

Wenige Monate nach der Gründung haben Frings und Wissmann offiziell die Führung des Unternehmens zwar abgegeben. Allerdings der eine an seinen Bruder, der andere an seine Frau. Wissmann ist auch in 2015 noch Leiter des Jugendamts Gelsenkirchen. Thomas Frings belegt nach wie vor das Amt als Stellvertreter von Jugendamtsleiter Wissmann.

Der Bock wird zum Gärtner gemacht

Die Sendungsausstrahlung von „Mit Kindern Kasse machen“ erfolgte am Abend des 30.04.2015 – ein Donnerstag.

Inzwischen – genau einen Tag später, am Feiertag (01.05.2015) wurden Alfons Wissmann und Thomas Frings beurlaubt.

„Jugendamtsleiter vom Dienst freigestellt
Gelsenkirchens Oberbürgermeister, Frank Baranowski (SPD), reagierte am Freitag mit „Fassungslosigkeit“ auf die Vorwürfe. „Die Angelegenheit muss lückenlos aufgeklärt werden. Dazu habe ich bereits die notwendigen Schritte eingeleitet“, so Baranowski. Die beiden Betroffenen wurden am Freitag bis auf weiteres von ihren Dienstpflichten freigestellt.“

(Quelle: Der Westen)

Der Artikel erschien am 01.5.2015 um 15:38 Uhr in der WAZ. Wo einige Absätze später zu unserem Erstaunen zu lesen ist:

„Auch der Träger des St. Josef-Heimes, die St. Augustinus GmbH, und die zuständige Aufsichtsbehörde, den Landschaftsverband Westfalen Lippe wurden von Baranowski um Zusammenarbeit bei der Aufklärung gebeten.“

Und siehe da, ein erstes Resultat seitens der Stadt wurde bereits verkündet – am 01.05.2015. Einem Feiertag. Dem Tag der Arbeit. Innerhalb von 17 oder 18 Stunden!

„Eine erste Prüfung des Rechnungsprüfungsamts habe indes ergeben, dass die Stadt „keinerlei Maßnahmen der Firma Neustart veranlasst oder finanziert hat“.

Ob diese „erste Prüfung des Rechnungsprüfungsamts„, die innerhalb von 15 Stunden nach Sendungsausstrahlung bis zur Veröffentlichung des WAZ-Artikels bereits eine vollständige Aufklärung und somit die vollständige Freisprechung von Wissmann und Frings darstellt, bleibt abzuwarten.

Update 16.05.2015: Inzwischen wurden Wissmann, Frings und die Heimleitern des St. Josef Kinderheims aus dem Dienst entlassen. Oberbürgermeister Baranowski ist derzeit noch im Amt. Lesen Sie hierzu: „Jugendamt Gelsenkirchen: Stadt übt sich in Schadensbegrenzung

Parallelen zu anderen Fällen

Unserer Redaktion sind das Jugendamt Gelsenkirchen, das Jugendamt Bochum und das St. Josef Kinderheim keine Unbekannten. Seit gut 9 Jahren haben wir Gelegenheit, uns von der Rechtschaffenheit – oder auch nicht – ein eigenes Bild zumachen.

Wir erinnern uns an einen unsäglichen Fall, dem es sogar einer Bochumer Rechtsanwältin die Tränen in die Augen trieb, angesichts dessen, was unter dem Deckmantel „Kindeswohl“ von eben jenen Institutionen in Mittäterschaft eines Amtsgerichts – Familiengericht – an Kindern und ihrer Mutter verbrochen wurde.

Bei Weitem kein Einzelfall

Wenngleich der Monitor Film „Mit Kindern Kasse machen“ von vielen als „skandalöser Einzelfall“ abgetan und hingenommen wird, ist es das nicht.

Ähnliche gleichgelagerte eigenartige Konstruktionen gibt es auch im beschaulichen Seckach (Baden-Württemberg). Ein Kinder- und Jugenddorf, das in seiner Gründung auf Pfarrer Magnani zurückgeht und heute noch die Nazi-Barracken nutzt, um Kindern „ein Ort zum Leben“ zur Verfügung zu stellen, unterhält eine private Sonderschule. Heimkinder bekommen den erforderlichen Sonderförder-Bedarf von amtswegen testiert und das Kinderdorf, welches Betreiber der Erziehungshilfeschule ist, füllt die Taschen auf.

Urkundenfälschung zur Vertuschung

Uns ist in einem Fall bekannt, dass die E-Beschulung des Kindes verheimlicht wurde. Um die nicht erforderliche Sonderschul-Einweisung zu vertuschen, wurden Zeugnisse unterschlagen und durch nicht berechtigtes Heimpersonal unterschrieben. Das zeichnende Heimpersonal gab sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Erziehungsberechtigte aus und beging somit Urkundenfälschung.

Systemischer Kinderhandel – bundesweit

Aufgrund unserer Erkenntnisse hat der Monitor Beitrag „Mit Kindern Kasse machen“ noch nicht einmal die Spitze vom Eisberg aufgedeckt. Denn im Laufe von 10 Jahren wurden und hunderttausende von ähnlichen Fällen vorgetragen. Hunderttausende! Diese Zahl macht es unmöglich, überhaupt noch in Einzelfällen Hilfe zu leisten.

Kein Jugendamt, kein Träger und kein Familiengericht kann aus diesem System ausgeschlossen werden. 

Kinderhandel – unter dem Deckmantel Jugendhilfe – ist ein Milliardengeschäft, das größer sein dürfte, als der Rüstungshaushalt.

Es kann jede Familie und jedes Kind treffen. Nahezu jeder Kontakt mit betroffenen Eltern fängt mit diesen oder ähnlichen Worten an:

„Ich hätte das niemals für möglich gehalten – bis es MICH betraf!“

Tatsache ist, dass es nicht um die Frage geht, welche Einzeltäter zur Verantwortung herangezogen werden müssen. Denn dieser Handel mit Kindern ist systemisch ausgerichtet und ist nur möglich, weil viele einzelne Personen und Institutionen mitmachen.

Mit Kindern Kasse machen funktioniert nur durch die Interaktion von:

  • Jugendamt
  • Familiengericht
  • Träger
  • Kinderheim
  • Pflegeeltern
  • Anwalt des Kindes
  • Sachverständige
  • Psychologen
  • charitative Vereine

Das Schema ist immer das gleiche. Wenn das Jugendamt in eine Familie geht, ist das Ziel immer, das Kind aus seiner Familie zu entfernen. Aus Steuergeldern werden dann maximal viele Gerichtsprozesse, Heimkosten, Kosten für Sachverständige und alle Involvierten finanziert. So nährt der Kindesentzug ganze Berufssparten.

ARD: Pfarrer Fliege

Vor mehr als 7 Jahren berichtete die ARD in der Sendung Pfarrer Fliege über den Kindesentzugsfall der Conny Haase. Ein Fall, der auf dramatische Weise eskalierte bis hin zum Tod des Kindes Lisa-Marie Haase. Gedeckelt von deutschen Gerichten war es nicht möglich, dem Verbrechen deutscher Jugendämter begangen an dieser Familie Einhalt zu gebieten oder Abhilfe zu schaffen. Das Schicksal der Familie Conny Haase ist NUR EIN Beispiel, das für hunderttausende Fälle steht, ebenso, wie die Sendung von Pfarrer Fliege.

Mehr als 7 Jahre sind seit dieser Sendung vergangen, damit Monitor nun, im Jahre 2015, abermals die wirtschaftlichen Interessen der deutschen Jugendhilfe und den damit einhergehenden Kinderhandel skandalträchtig „aufdeckt“.

Die Zahl der Inobhutnahmen hat sich seit der Aufzeichnung der Fliege Sendung zwischenzeitlich mehr als verdoppelt. Tendenz steigend.


Inzwischen ist längst bekannt, dass mindestens die Hälfte aller gerichtlich beauftragten Gutachten schlicht falsch sind. Im Bereich der Jugendhilfe dürfte diese Fehlerquote drastisch höher sein. Denn kein Sachverständiger ist neutral, wenn er an einen Fall herangeht. Sondern studiert zunächst die vom Jugendamt gepflegte Akte und ist somit nicht mehr unvoreingenommen, wenn er an die Familie herantritt.

Zudem findet der Gutachter die Familie oft erst nach Monaten oder Jahren schwerster Traumatisierung vor, deren Ursachen nicht etwa auf die Inobhutnahme zurückgeführt werden, sondern auf das ehemals gemeinsame Zusammenleben von Eltern und Kindern.

Eltern werden kriminalisiert und psychiatrisiert

Entscheidungen auf familiengerichtlicher Ebene sind für Eltern kaum anzufechten. Eltern, die sich wehren, werden als querulatorisch und krankheitsuneinsichtig eingestuft. Es folgt die vollständige Psychiatrisierung, Kriminalisierung und Atomisierung der Familie.

Denn das ein Gutachter, wie in mehreren uns bekannten Fällen, Inhalte der Explorationsgespräche wahrheitswidrig in der schriftlichen Ausführung wiedergibt, kann ebenso wenig sein, wie Jugendamtsleiter, die Firmen gründen und sich durch die Einweisung von Kindern selbst bereichern.

An dieser „Tatsache“ ändert sich nichts, auch, wenn wie im Falle der GWG, Gutachten komplett erfunden, aus Textbausteinen zusammengeschustert oder in irgendeiner anderen Weise falsch erstellt werden.

Eltern können sich dieser kriminellen Machenschaft nicht entziehen, weil niemand und keine Institution die Täter zur Rechenschaft ziehen.

Nach wie vor herrscht bei den Bürgern die Annahme vor, dass „schon etwas dran sein muss“, wenn das Jugendamt in eine Familie geht. Bis sie selbst betroffen sind und hilf- und wehrlos mit anschauen müssen, wie Kinder in Heimen schwerste Traumata erleiden, misshandelt, missbraucht und als Humankapital ausgebeutet werden. Eltern, die sich wehren und an die Öffentlichkeit gehen, werden mundtot gemacht. Und so gelangt nur der allerkleinste Teil der Menschenhandel-Fälle überhaupt an die Öffentlichkeit.

So sehr wir die Berichterstattung von ARD und Monitor begrüßen, ist es uns nicht nachvollziehbar, dass Moderator Georg Restle die Dokumentation „Mit Kindern Kasse machen“ mit den Worten:

Was Nicole Rosenbach, Naima El Moussaoui und Jan Schmitt in Ungarn dann allerdings vorgefunden haben, das hat auch uns ziemlich sprachlos gemacht.“

aufmacht und nicht im Ansatz darüber berichtet, dass es hunderttausende dieser Fälle gibt. Zu sagen, man habe nichts gewusst, ist nicht möglich. Wir als Helfer betroffener Familien wissen, dass nahezu ALLE Eltern sich an Magazine wie Monitor wenden und sich dort Hilfe erwarten.

Uns ist bewusst, dass sich kein deutsches Sendeformat diesem auswuchernden Kinderhandel in jedem einzelnen Fall annehmen kann. Doch wer, wenn nicht die Journalisten, haben die Macht, dieses Menschenrechtsverbrechen in diesem Ausmaß zu stoppen!?
„Monitor

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