kk-relaunched.de eingestellt

Kinderklau-relaunched – Ab sofort eingestellt

Per sofort wird die Internetseite lediglich auf den redaktionellen Teil Kinderklau-relaunched.de beschränkt. Zukünftig wird es von keinerlei aktive Unterstützung mehr für betroffene Familien geben – einen gerade angenommenen Fall werden wir bis zur Rückführung des Kindes begleiten. Unser Wort hat Bestand!

Gründe

In den letzten Wochen kam es wiederholt zu Überschreitungen, die inakzeptabel, menschenverachtend und kriminell sind.

  • Es werden – aus der Riege neuer, selbsternannter „Experten“ – Zersetzungsmethoden angewandt gegen Rechtsanwälte und Unterstützer, die darauf abzielen, berufliche Existenzen und Menschenleben zu vernichten.
  • Betroffene Eltern werden mehr als nur fragwürdig beraten und bedrängt.

Den Preis, den wir und auch die betroffenen Familien dafür zahlen müssen, ist es nicht wert.

Stephanie Franz

Anfragen über Kontaktformular, Kommentare oder via Facebook werden ab sofort nicht mehr beantwortet.

Kinder aus Kinderheim holen

Sollte es so einfach sein, in Obhut genommene Kinder zu befreien?

Dieser Tage geht ein Video durch die sozialen Netzwerke, das betroffene Eltern hellhörig werden lässt. Es geht darum, wie man Kinder aus Kinderheim holen kann.

Zu Grunde gelegt wird in etwa diese These:

Jeder Bürger kann ein Kind zum Schutz vor missbräuchlich anwandtet Jugendhilfe selbst in Obhut nehmen.

Wir warnen ausdrücklich vor der Methode

Update: Inzwischen haben wir uns mit einem Rechtsanwalt besprochen. Dieser kann NICHT bestätigen, dass Eltern über diese Methode eigenmächtig ihre Kinder aus Kinderheimen holen können. Insofern müssen wir als Redaktion ausdrücklich davor warnen und Ihnen ausdrücklich raten, Hilfe durch einen guten Anwalt zu holen.

Obwohl wir die Not und Verzweiflung betroffener Familien nachvollziehen können – indem Eltern „kriminell“ werden, ist niemand – schon gar nicht den Kindern geholfen.

Unter Berufung auf Grundsatzurteil vom BVG Kinder an sich nehmen

Die Rede ist von einer völlig legalen Methode, die in nahezu allen Fällen problemlos angewandt werden soll. Grundlage dafür soll unter anderem ein aktuelles Grundsatzurteil vom Bundesverfassungsgericht sein. Die Botschaften dieses Videos, das Tomek Gucze besprochen hat, sind diskutabel und werden uns sicher in näherer Zukunft beschäftigen.

Bei näherer Befassung werfen sich Fragen auf, die deutlich machen, in welcher misslichen Lage sich betroffene Eltern befinden. Immer häufiger ist den Medien zu entnehmen, dass Eltern ihre Kinder entführt haben sollen, Kinder aus Kinderheimen weglaufen und Zuflucht bei Helfern finden, die sich rechtlich auf sehr dünnem Eis bewegen, wie jüngst im Fall des Jungen Dave Möbius.

Nach Maßgaben des Videos soll auch Dave Möbius Zuflucht bei Helfern gefunden haben, um dem aus seiner Sicht grausamen Zwangsaufenthalt im Kinderheim zu entfliehen, um endlich wieder bei seinem Papa zu leben.

Video mit Anwendung des BVG-Grundsatzurteils u. a.

Schauen wir uns zunächst das Video an, in dem geschildert wird, wie Eltern und Helfer Kinder aus Kinderheim holen können sollen.

Update: Aus Gründen haben wir redaktionell beschlossen, das Video nicht weiter zu veröffentlichen.

Im Kontext kann festgehalten werden:

Deutsche Jugendämter greifen vorschnell zum Entzug der Elterlichen Sorge UND entzieht Eltern zu schnell das Kind, ohne vorherige mildere Mittel anzuwenden, die geeignet sind, die Kindseltern bei der Erziehung der Kinder zu unterstützen.

Sämtliche Organe der deutschen Jugendhilfe stehen in der Bredouille. Einerseits müssen sie Kindstötungen, Kindesmisshandlungen und Kindesmissbräuche verhindern, da sie einem enormen öffentlichen Druck ausgesetzt sind. Andererseits müssen sie sich an gültiges Recht halten und dies sieht vor, dass Inobhutnahmen nur unter ganz bestimmten Vorraussetzungen erfolgen dürfen.

Hinzu kommt: Kinderheime und andere Institutionen sind wirtschaftlich ausgelegt und verfolgen eigene finanzielle Interessen. So werden Prämien für Heimplatzbelegungen gezahlt, wenn ein Mitarbeiter des Jugendamts ein Kind in sein Heim einweist. Hier werden Vereinbarungen getroffen, die insbesondere was die abgesprochene Belegungszeit anbetrifft, einzuhalten sind.

Die Bemühungen, diesen Vereinbarungen gerecht zu werden, aber auch nicht als der Sachbearbeiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu geraten, der einmal nicht gründlich genug auf das Kindeswohl geschaut hat, scheint offensichtlich den Blick auf die Auswirkungen des eigenen Handels zu trüben.

  • Eltern und Kinder werden traumatisiert
  • Eltern werden kriminalisiert und psychiatrisiert
  • Eltern geraten in eine Position, aus der sie kaum einen Ausweg finden

Die Situation der Eltern

Väter und Mütter werden zu Zuschauern degradiert

Weder in Kinderheimen noch in vielen Pflegefamilien geht es inobhutgenommen Kindern gut – wir erinnern hier an den Fall der Familie Erfurt. Alle Eltern, die den Werdegang ihrer Kinder aus der Ferne als Zaungäste mit ansehen müssen, wollen ihr Kinder aus Kinderheim holen. So schnell, wie nur irgend möglich, denn a) verpassen diese Eltern die Kindheit ihres Kindes, b) wollen Eltern das Leid ihrer Kinder alsbald beenden und c) wollen Eltern Schlimmeres verhindern. Dass es in Heimen nach wie vor gravierende Eingriffe in das Kindeswohl sowie die Unversehrtheit gibt, ist hinreichend bekannt und leider keine Seltenheit. Hier tragen wir entsprechende Nachweise zusammen.

Rechtswege beanspruchen viele Jahre und schaffen keine Abhilfe

Es besteht die Möglichkeit des Klageweges. Doch dieser kostet Unsummen und erstreckt sich über Jahre, teilweise über ein Jahrzehnt und länger. Abhilfe stellt selbst ein positiver Prozessausgang nach Jahren somit nicht dar.

Ermittlungsbehörden ermitteln nicht

Kennzeichnend für die zu rügende Systematik: Haben Eltern oder Dritte konkrete Hinweise auf Misshandlung, Missbrauch, Misshandlung innerhalb deutscher Kinderheime oder Pflegefamilien, wird denen konsequent nicht bzw. nicht adäquat nachgegangen. Staatsanwaltschaften ermitteln nicht und verweisen unverhohlen darauf, dass Kinder in Obhut des Jugendamts sicher sind; die Polizei belächelt und nimmt ebenfalls keine Ermittlungen auf, wie es auch in der RTL Sendung Helena Fürst vom 26.07.2015 offengelegt wurde. Diese Mängel sind länderübergreifend zu beklagen.

Familienministerium & Kanzleramt verweisen auf Rechtsweg

Kanzlerin, Familienministerium u. a. verweisen auf die Herbeiziehung einer juristischen Vertretung, wenn Eltern sich verzweifelt und Hilfe suchend an sie wenden. Alle, restlos alle Eltern haben rechtliche Vertretung und bemühen Amtsgericht und weitere Instanzen. Derzeit wachsen die Kinder heran, verkümmern in Kinderheimen, werden dort i. d. R. nicht optimal versorgt und statt Hilfe bei der Erziehung gibt es für Eltern Hilfe durch Entziehung.

Die deutsche Jugendhilfe ist zu einem Industriezweig mutiert, der einerseits mit Kanonen auf Spatzen schießt und nahezu jeden noch so lächerlichen Grund als Begründung für die Inobhutnahme anführt, um dann familiäre Strukturen derart zu zersetzen, dass mit zunehmendem Verlauf für eine berechtigte Inobhutnahme beinahe Gründe geschaffen werden. Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass ASD Prämien für Heimplatzbelegungen erhalten. Es muss zwingend in Betracht gezogen werden, dass Kinderhandel ungehindert stattfindet.

Welche Gründe werden für Inobhutnahmen verwendet?

Wie Tomek Gucze in der Eröffnung anführt, sind eine Vielzahl der angeführten Gründe hahnebüschen:

  • Wohnung nicht aufgeräumt
  • Wohnung hochmodern eingerichtet
  • Eltern rauchen
  • Vater trinkt abends sein Bier
  • Eltern verdienen nicht genug Geld
  • Familie lebt an der Armutsgrenze

Dies sind Dinge, die durchaus für einige Bessergestellte als Berechtigung zur Inobhutnahme betrachtet werden können. Doch die Kirche sollte und muss im Dorf gelassen werden. Erst recht in einem Land, dass demokratische Grundwerte für sich beansprucht und als freies Land gilt, Toleranz in allen Bereichen fordert und ein Land, indem sich Politiker aktuell – im Jahre 2015 – wider jeden gesunden Menschenverstand für die Rechte von Pädophilen einsetzt und dessen Politik maßgeblich für Kinderarmut verantwortlich ist.

Die Begründungen für Inobhutnahmen reichen bis hin zu einem Gerichtsbeschluss aus Stuttgart, in dem der Kindesentzug eines Babys damit begründet wird, dass der Vater noch nie zuvor mit der Versorgung eines Kleinkindes betraut war. Selbst ein nachgewiesener Kurs über Säuglingsversorgung vermochte keine Abhilfe gegen diese irrsinnige Begründung zu schaffen.

Insofern DIESE Argumentation ausreicht, um Eltern ihr Kind zu entziehen, müsste faktisch jedes geborene Kind noch im Kreißsaal in Obhut genommen werden, denn jeder Vater und jede Mutter wird zum ersten Mal Eltern!

Dabei ist die Geburt und die Erziehung des eigenen Kindes die Basis jeden menschlichen Daseins.

Unter Anbetracht solch fadenscheiniger Begründungen ist über den Inhalt des Videos von Tomek Gucze in der Tat nachzudenken, ob betroffene Eltern Kinder aus Kinderheim holen dürfen und sie dabei einzig in Notwehr und zum Schutz ihrer Kinder handeln.

Dürfen Eltern in Notwehr handeln und Kinder aus Kinderheim holen?

Im Wesentlichen argumentiert Tomek Gucze mit § 34 StGB Rechtfertigender Notstand:

§ 34 StGB Rechtfertigender Notstand

Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.

Konkret könnte dies bedeuten: Eltern dürfen

Stellen Eltern oder Außenstehende fest, dass Kinder durch die Inobhutnahme mit anschließender Fremdunterbrinungen um ihre Rechte oder ihr Wohlergehen gebracht werden, kann dieser Gefahr durch eigenmächtiges Eingreifen Abhilfe entgegengebracht werden – in angemessener Weise und wenn andere Mittel nicht ausreichen, die Gefahr zeitnah abzustellen.

Angemessen der Tragweite der Gefahren bei Traumatisierung, Missbrauch, Misshandlung, Menschenraub und ähnlichem könnte schnelles Handeln begründet sein.

Langwierige Gerichtsverfahren sind per se keine Abhilfe, wie etwa im Fall Dustin Hoss zu erkennen war. Hier beschritt die KM den juristischen Weg – 5 Jahre lang. Erst in einem fortgeschrittenen Beschluss wurde eingeräumt, dass die zugrunde gelegte Begründung für Inobhutnahme und Fremdunterbringung nicht haltbar sind. Wenngleich noch Ende 2006 das AG eine Rückführung mit Hinblick auf eine weitere Traumatisierung des Kindes (zugleich räumte somit das AG die erste Traumatisierung durch die Inobhutnahme ein) ausgeschlossen wurde, beschied das OLG kein halbes Jahr später die Rückführung des Kindes in die Obhut der KM.

Im Konsens: 5 Jahre Familienzerstörung

  • 5 Jahre wurde das Kind einer kontinuierlichen Traumatisierung ausgesetzt – grundlos.
  • 5 Jahre wurde die Mutter einer kontinuierlichen Traumatisierung ausgesetzt – grundlos.
  • Das jüngere Geschwisterkind hatte nie Gelegenheit, den zusammen mit dem Bruder aufzuwachsen.
  • Sämtliche Daten wurden widerrechtlich erhoben, gesammelt und auf Lebzeiten und darüber hinaus verwertbar gemacht.
  • Es wurden medizinische sowie psychologische Untersuchungen über Jahre hinweg angeordnet – gegen den Willen der Familie und gegen jedweder Recht.
  • Das Leben dieser Familie wurde in jedweder erdenklichen Weise durch diesen rechtswidrigen Eingriff fremdbestimmt.
  • Der Steuerzahler hat die Kosten für einen unnötigen Fall zu tragen.
  • Anderen Familien wurde Hilfe verwehrt, weil dieser Fall unnötig Kapazitäten und Gelder band.

Dies ist nur einer von abertausenden ähnlich gelagerter Fälle Jahr für Jahr – produziert von der deutschen Jugendhilfe.

Diesen Fall hätte es in der Form nicht geben dürfen; doch zeigt er, wie wenig erfolgreich die legale Beschreitung des Rechtsweges ist. Zugleich erzeugt er ein gewisses Verständnis für das, was Tomek Gucze stellvertretend für hunderttausende von Familien in seinem Video zusammenfasst.

Bundesverfassungsgericht zum Natürlichen Recht

U. a. bezieht sich Tomek Gucze auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (im vollen Wortlaut hier nachzulesen https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/05/rk20140522_1bvr288213.html). Hier ein Auszug daraus:

a) Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Der Schutz des Elternrechts erstreckt sich auf die wesentlichen Elemente des Sorgerechts, ohne die Elternverantwortung nicht ausgeübt werden kann (vgl. BVerfGE 84, 168 <180>; 107, 150 <173>). Eine Trennung der Kinder von ihren Eltern stellt den stärksten Eingriff in dieses Recht dar. Der Eingriff unterliegt strenger verfassungsgerichtlicher Kontrolle (aa). Die Trennung ist nach Art. 6 Abs. 3 GG allein zu dem Zweck zulässig, das Kind vor nachhaltigen Gefährdungen zu schützen (bb) und darf nur unter strikter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit erfolgen (cc), wobei sowohl an die Kindeswohl­ als auch an die Verhältnismäßigkeitsprüfung spezifische Anforderungen zu stellen sind, wenn, wie hier, die Sorgerechtsentziehung hinsichtlich eines bereits in einer Pflegefamilie untergebrachten Kindes in Streit steht, dessen Rückführung die Ursprungseltern zu sich begehren.

Jedoch muss hierbei zwingend erwähnt werden, dass das BVG derartig gelagerte Verfahren zu Hauf nicht annimmt bzw. nach Annahme zu einer negativen Bescheidung gelangt. Es ist somit nicht per se feststellbar, dass beim Bundesverfassungsgericht sonderlich familienfreundlich befunden wird.

Nichtsdestotrotz hat das BVG mit diesem Entscheid einen wichtigen Grundstein gesetzt, der die deutsche Jugendhilfe in die Schranken verweisen kann und der Familien tatsächlich helfen könnte.

Dieser Grundstein in der Realität

Nochmals sei auf die Kernproblematik verwiesen, dass der legale Rechtsweg u. U. viele Jahre Zeit beansprucht. Zeit, in denen Kinder traumatisiert und von den Eltern sowie von Geschwistern entfremdet werden. Auch die Eltern und Geschwister bilden massive und irreversible Traumata aus, das Leben findet nur noch in Angst statt, Eltern werden bis auf die Knochen entblößt, diffamiert, kriminalisiert und psychiatrisiert. Der Kampf um Kind(er), Recht und Gerechtigkeit hinterlässt seine Spuren – auf allen Ebenen.

Die stetig wachsende Flut aller Anträge der Eltern belasten die Familiengerichte, die Oberlandesgerichte und schlussendlich auch das Bundesverfassungsgericht. Zeitnahe Überprüfungen vor dem höchsten deutschen Gericht sind nicht zu erreichen. So oder so geht also eine Inobhutnahme nach derzeit angewandtem Standard auf jeden Fall mit einer Traumatisierung aller Familienmitglieder und allen weiteren Randerscheinungen einher.

Die Strafe darf nicht größer sein, als die Schuld. Doch diese Prämisse findet offensichtlich keine Akzeptanz innerhalb der deutschen Jugendhilfe.

Vereinfacht: Erst Hilfe zur Erziehung, dann Kindesentzug

Der Standard weicht von dem ab, wie Jugendhilfe sein sollte. Per Gesetz hat das Jugendamt die Wächter- und Schutzfunktion inne, ist gleichsam dazu verpflichtet, Eltern bei der Erziehung zu unterstützen.

Das Recht auf Erziehung der eigenen Kinder und durch die Eltern ist ein so genanntes Natürliches Recht. Kraft Geburt ergeht dies auf die Kindseltern über und darf nur unter herausragenden Bedingungen beschnitten werden. Uneheliche Kindsväter erleben millionenfach, wie wenig Anwendung das Natürliche Recht findet.

Immer mehr Elternpaare sowie alleinerziehende Mütter und Väter erleben, wie schnell ihr Kind entzogen und entfremdet werden kann. Ohne Fakten, ohne Gründe, mit Gründen – und meist ohne vorherige niedere Hilfen.

Doch laut Gesetzgeber seien zunächst niedere und auch weitgreifende Hilfen zu leisten, bevor ein Kind aus der Familie herausgenommen werden kann. Hier sei auch der Verweis zum Fall Görgülü erlaubt.

Die derzeitige Praxis bei Kindesentzugsfällen

§1666 verleiht Jugendamt und Familiengericht weitreichende Befugnisse. Demnach muss ein Elternversagen nicht nachgewiesen werden, schon der Verdacht kann genügen, ein Kind in Obhut zu nehmen. Hier entsteht eine klaffende Spalte zwischen dem Natürlichen Recht und einer notwendigen Schutzmaßnahme, die mit dem schwersten Eingriff in die Elterliche Sorge einhergeht. Inmitten dieses Graubereichs bietet sich ein immenser Freiraum für die Entfaltung wirtschaftlicher Interessen, aber auch zwischen Ermessensspielraum eines Sachbearbeiters sowie dem öffentlichem Druck und der Angst, als Sachbearbeiter zu versagen mit der Folge, dass ein Kind innerhalb der Familie zu Schaden kommt.

In der Konsequenz bedeutet dies:

  • Kinder werden ohne konkrete Beweise aus der Familie genommen
  • Familieneingriffe finden ohne niedere Hilfen statt
  • statt Überprüfung erfolgt zuerst die Inobhutnahme
  • unmittelbar nach der Inobhutnahme erfolgt eine lange Kontaktsperre

Diese Kontaktsperre geht mit Traumatisierung aller Familienmitglieder unabdingbar einher und Kinder werden in ein soziales Gefüge eingebracht, in dem Gewalt, Missbrauch und Misshandlungen Gang und Gäbe sind. Untersucht werden Kinder und Eltern in genau dieser Situation, jedoch die Tatsache, dass eine Inobhutnahme das Familiengefüge zerstört, findet kaum angemessene Würdigung.

Es entsteht ein Flächenbrand auf allen Ebenen, so dass die Familie in einen Strudel gerät, aus dem es kein Entrinnen gibt. Weitreichende und irreversible Schäden sind entstanden. Letztlich argumentiert man nach dem Prinzip des „Hier und Jetzt“. Mit fortschreitendem Verfahren geht es nicht mehr darum, ob die Inobhutnahme berechtigt war, sondern es geht darum, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat. Dies ist in den meisten Fällen das Kinderheim oder die Pflegefamilie. Selbst ein positiver Gerichtsbeschluss nach vielen Jahren ist kein Erfolg.

Rückführung darf nicht ausgeschlossen werden

Auch hier bietet das Video von Tomek Gucze einen Lösungsansatz. Denn das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass eine Rückführung in die Obhut der Eltern nicht per se ausgeschlossen werden dürfe. Die Praxis zeigt jedoch ein anderes Bild. Ist das Kind nur lange aus dem Haushalt der Eltern entfernt, werden Fakten geschaffen, die regelmäßig gegen eine Rückführung als Begründung hergenommen werden.

Tomek Gucze argumentiert zugunsten jener Fälle, in denen der dauerhafte Verbleib bereits beschlossen wurde dahingehend, dass Eltern auf Berufung entsprechenden Urteils ihr Kind zurückholen können.

Einschätzung zum Video von Tomek Gucze

Insgesamt sind gute Ansätze erkennbar und plausibel. Dennoch wurden nach unseren Auffassungen wichtige Aspekte nicht hinreichend bewertet:

  • Es wird zugrunde gelegt, Amtsgerichte gehören nicht dem System an. Jedoch ist jeder Familienrichter dazu angehalten, die Anträge des Jugendamts exakt zu prüfen. Bekannt ist, dass familiengerichtlich bestellte Gutachten in sehr großer Zahl mangelhaft sind. Dennoch folgen Familiengerichte den sachverständigen Einschätzungen der Explorationen. Familienrichter erkennen sogar Gutachten an, die in Abwesenheit erstellt wurden.
  • Schnelles Handeln und Wehren der Eltern ist elementar. Die Streuung des Videos ist suboptimal, so dass frisch betroffene Familien nicht zeitnah handeln können. Bis Eltern DIESE infos finden, sind Schäden eingetreten und Gründe für die inobhutnahme bereits geschaffen
  • Insofern bei Befolgung dieser Maßnahmen die Eltern durch das Bundesverfassungsgericht geschützt werden – bis zum BVG ist es ein langer Weg. Bis dahin werden Eltern die so handeln als Verbrecher behandelt. Inwieweit konkret eine Rehabilitation erfolgen würde, ist fraglich und in letzter Konsequenz müssten sich Familien in den Untergrund begeben. Hierdurch könnte als Folgeerscheinung tatsächlich eine Kindeswohlgefährdung eintreten.
  • Letztlich fördert man durch Anregung derartiger Methoden die anonyme Unterbringung aller Kinder – so dass noch weniger Rückführungen erfolgen.
  • Auch, wenn im Video suggeriert wird, dass man mit dieser Methode Erfolge einfährt – die Zahl der Inobhutnahmen steigt kontinuierlich. Dabei sind die Erfolge prozentual betrachtet nicht hoch.
  • Die Methoden eigenen sich laut Aussage von Tomek Gucze nur für Eltern, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Was ist mit Familien, in denen es berechtige Gründe für die Inobhutnahme gab? Auch denen darf eine Rückführung nicht verwehrt bleiben, wenn die Gründe abgeschaltet wurden. Hierfür steht Familien der Rechtsanspruch auf Hilfe durch Erziehungsbeistand zu.

Im Abschlusskommentar können wir betroffenen Vätern und Müttern sowie Dritten nicht empfehlen, auf eigene Faust tätig zu werden. Wohl aber kann gemeinsam mit einem Rechtsbeistand erörtert werden, sich künftig mehr auf das eingangs erwähnte Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zu berufen und Hilfe zur Erziehung einzufordern, insofern notwendig und gewünscht.

Bei unberechtigten Eingriffen halten wir die Veröffentlichung als ein äußerst probates Mittel. Denn das Gesetz sagt auch:

Grundgesetz, Artikel 6

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Konkret heißt das:

  • Der Gesetzgeber gewährleistet besonderen Schutz der Familie – nicht nur der des Kindes.
  • Der Gesetzgeber verpflichtet die Eltern, der Erziehungspflicht nachzukommen – Eltern sollten den Gesetzgeber daran erinnern.
  • Die staatliche Gemeinschaft hat darüber zu wachen. Eltern sollten der Gemeinschaft erklären, warum sie ihrer Pflicht nicht nachkommen können.
  • Jede Mutter kann die Gemeinschaft auffordern, ihr zu helfen – auch im Kampf gegen das Unrecht.

Als betroffenes Elternteil oder Elternpaar ist der Fall zu dokumentieren, dem Rechtsanwalt zur Hand zu arbeiten, damit er Kinder aus Kinderheim holen kann.

Derzeit nicht praktikabel

Abschließend noch einmal der ausdrückliche Hinweis: Alleingänge in der Form, wie sie im Video besprochen werden, halten wir derzeit nicht ratsam und auch nicht für praktikabel. Weitaus wichtiger scheint es, auf das begangene Unrecht öffentlich hinzuweisen und so die Täter in ihre Schranken zu verweisen.

Angst vor dem Jugendamt ist begründet und nachvollziehbar, darf aber nicht dazu führen, dass Väter und Mütter sich nicht wehren oder unbesonnen handeln. Solange die Rechtsprechung Eltern als Entführer der eigenen Kinder behandelt, raten wir dringlich davon ab, diese Methoden anzuwenden.

Elternversagen

Elternversagen – Warum Rückführungen scheitern

Jedes Kind könnte zurückgeholt werden!

Diese Aussage hatte vor über 10 Jahren Bestand und hat es auch noch heute. Allerdings ist es oft grenzwertig, wie Eltern oder deren Beistände sich um die Rückführung eines Kindes bemühen. Wir beobachten tagtäglich Elternversagen, wenn es darum geht, sich gegen eine ungerechtfertigte Inobhutnahme zu wehren. Selbstverständlich ist es keine einfache Situation, jedoch gibt es Hilfe bei Kinderklau – die vornehmlich von den Eltern initiiert werden muss und von kompetenten Helfern begleitet werden kann.

In 99 % der uns bekannten Fälle sorgen ausgerechnet die Elternpaare oder zuvor allein erziehende Elternteile dafür, dass die Inobhutnahme nicht durch die Rückführung des Kindes beendet wird. Sie machen dem Jugendamt leichtes Spiel, indem sie im Kampf um und für das Kind Gründe liefern, das Kind nicht in die elterliche Obhut zu entlassen.

Die Probleme bei der Rückführung von Kindern

Eltern denken nicht nach, wie das wirkt, was sie tun

Betroffene Väter und Mütter sind emotional. Das steht ihnen zu, schließlich geht es um ihr Ein und Alles. Gerade deshalb wäre besonnenes Handeln immens wichtig. Stattdessen erleben wir Elternversagen – leider oft auf ganzer Linie. Die Erwachsenen zeigen sich nach außen hin als wenig fähig. Statt mit Fakten zu kommen, warum ausgerechnet ihr Kind unberechtigt durch eine Inobhhutnahme in Staatsobhut gelangte…

  • posten sie in den sozialen Netzwerken Bilder von Engeln, brennenden Kerzen
  • verraten öffentlich lesbar ihre Strategien
  • suhlen sich in ihrem Leid
  • rufen öffentlich zur Mitzeichnung von Petitionen auf
  • organisieren Demonstrationen, zu denen kaum jemand kommt

So sehr diese Bemühungen nachvollziehbar sein mögen – auf diesem Wege ist noch eine Rückführung gelungen; zumindest ist uns kein solcher Fall bekannt.

Elternversagen verhindert Rückführung

Elternversagen verhindert Rückführung

Nein, kein Fall ist ein besonderer Fall!

Der Umgang mit Kindseltern erweist sich als absolut schwierig. Nahezu alle Väter und Mütter reagieren mit Überheblichkeit und Besserwisserei, werden ausfallend, wenn man ihnen nicht nach dem Mund redet, sind arrogant und reagieren oft vollkommen unangemessen. Sie halten Jahre lang an Methoden fest, die bis dahin nicht erfolgreich waren und natürlich wissen sie in der Theorie, wie sie ihr Kind zurückbekommen, nur in der praktischen Umsetzung klappt es seit Jahren nicht. Jeder hat daran Schuld, nur sie nicht. Dass sie sich auf einem Irrweg befinden, kommt ihnen selbstverständlich nicht in den Sinn.

Sie stellen ihren Fall über alle anderen, echte Hilfsbereitschaft untereinander gibt es nicht. Jeder beansprucht für sich, die Herausnahme des Kindes sei absolut grundlos – nicht so, wie bei „den anderen“.

Dies zeigt sich immer wieder, wenn man Hilfesuchende fragt, ob sie sich mit erfolgreich beendeten Kinderklaufällen beschäftigen oder konkrete Fragen dazu stellt, was sie bereits im Internet recherchiert haben. Der Kenntnisstand ist eklatant. Bei 99 % aller Hilfeanfragen. Hilfesuchende hören nicht zu, erzählen nur, wie ungerecht sie die Inobhutnahme finden und was getan werden muss.

Bevorzugt wissen Kindseltern vieles besser, obwohl sie weder ihr eigenes, geschweige denn ein fremdes Kind auf legalem Wege rückgeführt haben.

Wollen diese Eltern überhaupt Hilfe bei Kinderklau?

In fast allen Fällen zeigt sich das Elternversagen darin, dass sich nahezu alle Erwachsenen nicht von ihrem Treiben abhalten lassen – so falsch es ist. Natürlich wollen wir hier nicht in die Details gehen, um den mitlesenden Jugendämtern keine Bälle zuzuspielen.

Von einer Inobhut Betroffene müssen sich allerdings zwingend überlegen, wie die Gegenseite jedes noch so kleine Detail für sich ausnutzen kann. Das fängt an bei einer absolut grausamen Rechtschreibung und einer mangelhaften Grammatik, bis hin zu religiösen Ansichten oder Postings, die sich für Eltern nicht gehören. Gleiches gilt für Kraftausdrücke, Beleidigungen gegen die Beamten von Jugendamt, Gericht usw…

Um das klarzustellen: Es geht nicht darum, dass WIR die Kindeseltern einschränken wollen. Es geht darum, dass wir wissen, wie man ihnen einen Strick daraus drehen wird.

Betroffene müssen zwingend lernen, strategisch zu denken, ihre Außendarstellung kritisch zu hinterfragen und Strategien anzuwenden, die in der Vergangenheit anderen Familien die Rückführung ihrer Kinder eingebracht hat.

Hilfe bei Kinderklau: Dieser Tipp hilft garantiert

Wir machen dann mal schnell die Rückführung

Wie schafft man eine Rückführung? Wie bekommt man sein Kind zurück? Wie gewinnt man gegen das Jugendamt. Hast du einen Tipp? Klar, den haben wir: Es gibt keinen Tipp!

Erfolgreich beendete Inobhutnahmen sind eine Leistung, die nur in Einzelfällen und somit von sehr wenigen Eltern vollbracht wird. Die meisten Kinder bleiben in Pflegefamilien oder Kinderheimen. Selbstverständlich reicht es nicht, zu sagen „Mach dieses…“ oder „Mach jenes…“ – Die Rückholung von Kindern ist einzelfallabhängig und mit enormer Arbeit verbunden. Wären hilfesuchende Eltern nur im Ansatz richtig (!) informiert, wäre klar, dass niemand mal eben die Rückführung im Vorbeigehen erledigt.

Das funktioniert nur in einem eng miteinander arbeitenden Team, dass sich täglich zusammensetzt, beratschlagt und konsequent die Rückführung in die richtigen Bahnen lenkt. Das geringste Elternversagen kann sofort Erfolge zunichte machen. Disziplin und Kontinuität sind unabdingbar. Keine Zeit für Schwächen.

Der Kampf gegen das Jugendamt – Ein Kampf um Leben und Tod

  • Eine Petra Heller hat Jahre lang gekämpft wie kaum eine andere Mama – sie ist gestorben und hat ihr Kind nicht zurück.
  • Conny und Josef Haase haben bis zum EGMR geklagt und eins ihrer Kinder zu Grabe tragen müssen.
  • Peter Spitzers Tochter hat die Inobhutnahme ebenfalls nicht überlebt.

Diese Fälle machen klar, das die Rückholung eines Kindes kein sportlicher Event ist, sondern ein harter und gefährlicher Weg. Wer sein Kind liebt, muss sich den Allerwertesten aufreißen und darf sich keinerlei Fehler erlauben und sich nicht in falsche, inkompetente „Helferkreise“ begeben.

Die drei oben genannten Familien gehörten zur ersten Generation Kinderklau – sie hatten keine Fälle, von denen sie hätten lernen können. Diese Familien hatten keinerlei Möglichkeit, kompetente Hilfen zu finden. Heute gibt es diese – sie werden jedoch nicht genutzt.

Elternversagen durch Desinformation

Derzeit betroffene Eltern sind so uninformiert wie noch nie. Zwar lesen sie enorm viel, kommen dabei von Stöckchen zu Hölzchen, kramen in der Deutschen Historie herum und teilen Links, was das Zeug hält – anstatt sich eingehend mit dem zu befassen, was von Nöten wäre. Dieses Engagement ist ehrenhaft, hilft aber nicht dabei, die Rückführung einzuläuten.

Auf Nachfragen, ob eine betroffene Mutter oder ein betroffener Vater die Internetseiten von erfolgreichen Eltern kennt und sich mit dem Fall beschäftigt hat, wird regelmäßig verneint. Das trifft bei erfahrenen Helfern auf absolutes Unverständnis. Information ist elementar, um die Grundstruktur zu erfassen. Kennt man die Schemata, kennt man die Lösung. Dabei ist nicht gemeint, dass „es ums Geld geht“.

Wenn jemand weiß, wie man eine Inobhutnahme in eine Rückführung des Kindes verwandelt, dann sind es Eltern, die genau DAS geschafft haben und sich für Rückführungen anderer Kinder einsetzen.

Dass Namen wie Sabine Tebruck, Petra Heller, Mika und Filiz Erfurt, Stephanie Pallien, Judith Schäfer, Joumana Gebara, Heidi Schulz usw. nicht gekannt werden, zeugt davon, dass Vater oder Mutter sich nicht ausreichend auseinandersetzt. Inzwischen ist bereits die erste Generation der geklauten Kinder groß und kann teilweise selbst Hilfe bei Kinderklau leisten.

Rückführung bei Inobhutnahme – Planlose Helfer

Schlechte Berater verhindern Rückführungen

Es war vor Jahren so und es ist heute noch so. Was sich teilweise als Helfer ausgibt, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Mitleid und Anteilnahme sind nicht immer die besten Berater. Wer aus Mitleid zu Methoden greift, die nicht geeignet sind, macht einen Kinderklaufall nur noch schlimmer. All zu oft mangelt es an Kompetenz.

Es wird mit hahnebüschenen Argumenten auf die Eltern eingeredet. Ein Beispiel: Deutsche Richter und Beamte seien gar nicht befugt, weil die BRD immer noch ein besetztes Land sei. Ob dem so sei oder nicht – FAKT ist: Jugendamt, Richter und Polizei agieren und Familien sind dem ausgesetzt. Hilfesuchende begeben sich in ein Umfeld, das gemeinhin als „Spinner“ bezeichnet wird und sind alles andere als eine ernstzunehmende Stärke.

DAS ist nicht unsere Denkweise, sondern die Realität, die immer wieder für den knallharten Aufschlag sorgt, wenn das Kind am nächsten Weihnachtsfest oder Geburtstag immer noch nicht zuhause ist.

Schlechte Helfer – am Rande der Legalität oder darüber hinaus

Wenn erst Kripo oder gar SEK anrücken und (internationale) Haftbefehle in der Sache ausgestellt werden, hat man der Familie gewiss weder einen Gefallen getan, noch ihr geholfen. Es hilft nicht, auf die Not des Kindes hinzuweisen oder sich mit dem Willen des Kindes des Kindes rauszureden. Das interessiert weder ein deutsches Jugendamt noch ein deutsches Familiengericht.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass unkontrollierte Eskalation niemals hilfreich ist. Schlussendlich werden die Kinder anonym untergebracht, dauerhaft von Mama und Papa entfernt und von seinen Geschwistern. Solche Helfer landen in letzter Zeit immer häufiger im Knast, gleiches gilt für Kindseltern.

Aber auch da gilt: Pfuscher wissen es besser. Dass sie damit schuldig werden, ist ihnen nicht bewusst.

Falsche Versprechungen an die Kindeseltern

Mit Speck fängt man Mäuse

Ein wichtiger Aspekt beim Elternversagen: Man glaubt lieber den besten Versprechungen und den liebsten Worten, weil das leichter ist, als Tatsachen ins Auge zu sehen und ehrliche Worte zu hören. Das ist der häufigste Hinderungsgrund einer Rückführung.

Nahezu jedes Elternteil erhofft sich das Ende einer Inobhutnahme, wenn ein Fall in die Öffentlichkeit gerät. Das kann funktionieren, tut es allerdings in den seltensten Fällen. Facebook ist keine geeignete Plattform und stellt keine erwähnenswerte Öffentlichkeit dar; TV-Sender wimmeln regelmäßig ab, Printmedien wünschen viel Glück. Verkannt wird: Täglich wenden sich hunderte oder tausende Familien an die Medien.

Wir arbeiten regelmäßig mit den großen Medien zusammen

Alle träumen vom großen Medienspektakel

Wir wissen sehr genau, wie schwer es ist, informierte Journalisten für sich zu gewinnen. Es findet eine strenge Auslese statt, kaum ein Kinderklaufall eignet sich, um ihn wirksam medial vorzutragen, ohne mehr Schaden anzurichten, als zu helfen. Wirksam heißt: Den Fall durch mediale Begleitung mit einer zeitnahen Rückführung abzuschließen.

Journalisten, mit denen wir seit über einem Jahrzehnt eng zusammenarbeiten, unterstützen regelmäßig jene Inobhutnahmen, bei denen kapitale Menschenrechtsverbrechen begangen wurden. Ja, jede ungerechtfertigte Inobhutnahme verstößt gegen das Gesetz und sorgt dafür, dass alle Familienmitglieder darunter leiden.

Doch letztlich wird nur dann eine mediale Hilfe bei Kinderklau durch große Medien sinnvoll, wenn der Fall eine lückenlose Beweisführung zu Eigen hat. Schließlich riskiert jeder seriöse und namhafte Journalist viel, wirkt mit seinem guten Namen, der einen gewissen Einfluss hat.

Unqualifizierte Medienarbeit verhindert Rückführung

So löblich kleine Radiosender und Online-Medien sind – häufig werden dort überwiegend esoterische Themen bequatscht und es herrscht ein unprofessioneller Rahmen. Berichterstattungen strotzten vor Mitleid und liebevoll gemeintem Engagement, aber nicht mit Kompetenz.

Es ist vergeblich, mit Mitleid und Tränen zu argumentieren, ohne knallharte Fakten auf den Tisch zu legen. Selbst tote Kinder sind gemeinhin kein Argument, das den Tätern Einhalt gebietet. In einer Zeit, in der Frühsexualisierung im Kindergarten beginnt, reicht nicht einmal eine Anspielung auf einen möglichen Missbrauch, um ein Kind zur Rückführung zu bringen. Im „besten“ Fall wird das Kind lediglich in ein anders Kinderheim oder in eine andere Pflegefamilie gesteckt.

Die gut gemeinte Absicht wird zum Eigentor. Weil wichtige und geeignete Fakten nicht nutzbar aufbereitet werden. Verkannt wird die Tatsache, dass bei nächst bester Gelegenheit jeder noch so kleine Fehler den Elternteilen angelastet wird.

Inkompetente Hilfe besiegelt die Inobhutnahme

Dieser Tage konnten wir alle verfolgen, wie das System der deutschen Jugendhilfe funktioniert. Ein Kind bricht aus, läuft davon, wird versteckt gehalten und erzählt Dinge, die gewiss dem Kindeswohl abträglich sind. Viele Menschen nehmen Anteil am Schicksal der Familie, doch wie ist der aktuelle Stand?

Niemand weiß, wo die Kinder sind. Verständlich. Denn jetzt muss der Kinderschutztrupp damit rechnen, dass dieses Kind abermals wegläuft oder entführt wird. In der Folge gibt es – unserem Kenntnisstand nach – keine Umgangskontakte.

Was gut gemeint war, hat nun das größte Leid erzeugt, welches der Junge zu tragen hat. Und zwar ALLEINE. Jetzt wird das Kind nach allen Regeln der Kunst durch die Mangel gedreht – niemand ist da, der diesem Kind jetzt zuhört, es auffängt oder es tröstet.

Anstatt konstruktiv mit dem zuständigen Jugendamt in Verhandlungen zu treten, kooperative Signale auszusenden, hat der bloße Wille, dem Kind Zuflucht zu geben, jedweder Vernunft abgeschaltet.

Die öffentliche Darstellung des Falls offenbarte nun aller Welt, dass der Vater unter Betreuung steht und somit ist das Verständnis in der Bevölkerung ein anderes. Ein Vater, der sich nicht um seiner selbst kümmern kann, soll ein toller Vater sein?

Über diesen Absatz darf sich jeder verständnisvolle Leser aufregen. Doch es gilt zu bedenken, dass angesichts dieser Propaganda ein Großteil der Bürger tatsächlich davon ausgeht, dass der Junge in Obhut des Jugendamts besser aufgehoben ist und besser gefördert wird.

Das tragischste Elternversagen: Gründe schaffen

Von ungerechtfertigter zur gerechtfertigten Inobhutnahme

Alle Elternteile finden den Kindesentzug ungerechtfertigt. In vielen Fällen ist er das. Das größte und tragischste Elternversagen: Nach der Herausnahme des Kindes selbst Fakten zu schaffen, die ein Eingreifen des Staates legitimieren.

Die Jugendhilfe lebt davon, sich um hilfebedürftige Familien zu kümmern. Insofern Elternpaare bzw. Elternteile auch nur einen Ansatz eines möglichen Hilfebedarfs vermitteln, wird aus einer ungerechtfertigten eine gerechtfertigte Inobhutnahme.

Es nutzt nichts, auf die Miseren in Heimen oder Pflegefamilien hinzuweisen, wenn man dabei selbst Mankos nach außen trägt. Letztlich wird dadurch bestätigt, dass ein Jugendamt niemals ungerechtfertigt handelt.

Jedes elterliche Handeln wird bewertet, jede Aussage wird in die Akten gebracht und dazu genutzt, um Väter und Mütter zu begutachten – so liefern Mamas und Papas im Nachhinein Gründe, die zum Verhängnis für die Familie wird.
„Warum

Unbedingt notariell beraten lassen

Eltern mit Immobilien – Aufgepasst!

Familien zur Kasse gebeten

Wo ist es möglich, dass man für Kosten von Leistungen herangezogen werden kann, die man weder in Anspruch nehmen will, noch braucht? Na klar, in Deutschland. Nämlich dann, wenn das Jugendamt ein Kind oder mehrere aus einer Familie nimmt und in Fremdbetreuung steckt. Bevor man vor Gericht um das natürliche Recht auf Erziehung kämpfen kann, flattert auch schon der Bescheid mit der Kostenheranziehung ins Haus. Eltern und sogar die Kinder selbst haben sich nämlich an den Ausgaben für die „Hilfe zur Erziehung“ zu beteiligen, so nachzulesen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Eltern und Kinder werden herangezogen

Wer nicht vermögend ist, hat es in diesem Falle zumindest recht gut. Wo nichts ist, kann man nichts holen. Dann muss der Steuerzahler einfach einspringen. Anders dagegen, wenn man ein gutes Einkommen hat, gar eine Immobilie besitzt und womöglich eine Eigentumswohnung vermietet. In einem solchen Fall können die Mieteinkünfte und evt. auch das Vermögen zur Kostenbeteiligung herangezogen werden. Für die Berechnung der Kostenheranziehung sind Eltern mitwirkungspflichtig. Alle finanziellen Dinge müssen dem Amt offengelegt werden. Es ist empfehlenswert, sich von einem Notar beraten zu lassen und auch im Hinblick auf das Erbe entsprechend zu reagieren. Gleiches gilt natürlich auch, wenn nicht Vater und Mutter Immobilien besitzen, sondern das Kind bzw. die Kinder.

Machen Sie eine Vorsorgevollmacht

Grundsätzlich raten wir dazu, nicht erst zu handeln, wenn man bereits mit dem Jugendamt Probleme hat. Jeder, der eine Immobilie besitzt, sollte sich stets über Aktuelles zum Wohnungseigentumsrecht auf dem Laufenden halten. Grundsätzlich gilt unabhängig vom Besitz einer Eigentumswohnung, eines Hauses oder eines Vermögens, testamentarisch vorzusorgen, aber auch und im Besonderen eine

  • Vorsorgevollmacht
  • Betreuungsverfügung
  • Patientenverfügung

von einem Notar für sich und die Kinder anzufertigen und beim Gericht in die Register eintragen zu lassen. Prinzipiell können Bürger die Vorsorgevollmacht (VoVo) sowie die beiden anderen Verfügungen selbst erstellen, jedoch sind notariell erstellte und vom Notar beglaubigte Verfügungen weniger angreifbar. Dies schützt zwar nicht immer vor der Kostenheranziehung, kann jedoch überaus nützlich sein und die Belange rund um Vermögen, Immobilie usw. regeln. Die Kosten hierfür bewegen sich in einem Rahmen, den jeder sich leisten kann. Im Übrigen lässt sich durch Vorausverfügungen mitunter auch das Sorgerecht regeln, jedoch bezweifeln wir, dass Jugendämter sich an derartige Verfügungen gebunden sehen.

Unverzüglich handeln

Sollte im Vorfeld keine Vorsorge getroffen worden sein, aber das Jugendamt kommt in die Familie, sollte unverzüglich ein Notariat aufgesucht werden. Mit unverzüglich meinen wir: direkt! Nicht erst nach Tagen, Wochen oder Monaten. In NRW ist beispielsweise der Notar in Düsseldorf Gerresheim ein solcher Ansprechpartner. Im übrigen Bundesgebiet können Sie mit dasregionale.ag nach einer ortsnahen Adresse suchen. Auch, wenn das Amt die Kinder schon Inobhut genommen hat, können alle Fragen rund um Vermögen und Immobilie danach noch notariell besprochen und so zumindest der Versuch unternommen werden, den finanziellen Schaden durch die Kostenheranziehung zu minimieren. Durchaus kommen hier monatliche Beträge pro Kind von mehreren Tausend Euro auf die Eltern zu, die sehr schnell jedes Vermögen schrumpfen und die wirtschaftliche Existenz zunichte machen. Ohnehin werden auch die gerichtlichen Verfahren nebst Anwaltskosten immens sein. Lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema Erben.

Kostenheranziehung verschlingt Vermögen

Finanzielles & Erbangelegenheiten regeln

Warum Eltern an das Erbe denken sollten

Sicher denken betroffene Eltern bei einer Inobhutnahme eher nicht an Erbrecht, Erbangelegenheiten und Finanzielles. Sollten sie aber! Eltern, die verwertbaren Eigentum oder Erspartes haben, werden vom Jugendamt zur Kasse gebeten, um die Inobhutnahme ihrer Kinder auch noch zu finanzieren. Gleiches gilt, wenn das betroffene Kind eigenes Vermögen besitzt. Da Eltern, die noch Weiterlesen

Nationales & Internationales Familienrecht

Fachanwalt für Familienrecht mit Tätigkeitsfeld Internationales Recht

Bei binationalen Eltern greift in der Regel deutsches Familienrecht, doch wenn ein Elternteil ins Ausland geht oder dort lebt, ist auch internationales Familienrecht relevant, in dem nicht jeder Rechtsbeistand bewandert ist. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn man Probleme mit dem deutschen Jugendamt hat, selbst aber bereits im Ausland lebt oder in Weiterlesen