Psychisch kranke Eltern als Trittbrettfahrer?

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Vom Kinderklau betroffene Familien gibt es. Es gibt jedoch auch Inobhutnahmen, bei denen ein tatsächlicher Schutzbedarf für die Kinder besteht, so dass die Inobhutnahme der Kinder zwingend notwendig ist, um Leib und Leben der Kinder zu schützen. Hier ist dann nicht von Kinderklau zu sprechen – denn psychisch kranke Eltern gibt es tatsächlich und in solchen Fällen stellt die Inobhutnahme durchaus einen unabdingbaren Schutz für die Kinder dar, wenngleich dies gewiss nicht bei fast 50.000 Fallzahlen wie in 2014 der Fall ist.

Trittbrett-Opfer bleiben lange unerkannt

Psychisch kranke Eltern können zur Gefahr für die eigenen Kinder werden, so dass eine Inobhutnahme zumindest solange notwendig ist, bis Therapieerfolge gewährleisten, dass von Vater oder Mutter keine Kindeswohlgefährdung mehr ausgeht. Nicht immer sind derartige psychische Auffälligkeiten im Alltag auf Anhieb festzustellen, da sie häufig schubweise und in manisch-depressiven Phasen auftreten.

So ist es möglich, dass Trittbrett-Opfer sich als grundlos betroffene Eltern darstellen und zunächst unerkannt bleiben. In manischen Phasen wirken sie äußerst überzeugend, zeigen durchaus beachtliches Engagement, Jugendamtsopfern zu helfen und sehen sich selbst sogar als Anführer der Sorgerechtsbewegung.

Dass ausgerechnet jene den gesunden Elternteil (meist Väter) selbst ausschalten, indem sie diesen denunzieren und die Kinder gegen ihn aufbringen, das bleibt der Öffentlichkeit und grundlos betroffenen Eltern vorenthalten. Und letztlich finden psychisch kranke Eltern sogar noch Unterstützung durch Jugendämter, Gerichte und Gutachter, da der gesunde Elternteil letztlich den Kampf zum Wohl der Kinder fortsetzen wird und somit ein finanziell ausgerichtetes Wirtschaftssystem speist, wie es derzeit in einem Sorgerechtsstreit eines gesunden Vaters aus Bremen der Fall ist, der tatsächlich zu keinem Zeitpunkt das Wohl des Kindes gefährdet hat.

Psychisch kranke Eltern
Psychisch kranke Eltern

Psychisch kranke Eltern – oft eine unterschätzte Gefahr für Kinder

Eltern mit schwerer psychischer Erkrankung sind häufig krankheitsuneinsichtig, so dass sie unbehandelt bleiben. Häufig ist es einzig dem Zufall geschuldet, dass durch ein bestimmtes Ereignis Dritte aufmerksam werden.

Eine tatsächliche Gefahr für das Wohl des Kindes besteht etwa dann, wenn psychisch kranke Mütter suizidale Absichten hegen und es im Beisein der Kinder zu

  • Alkoholmissbrauch
  • Medikamentenmissbrauch
  • oder gar zu Suizidversuchen kommt.

Betroffen sind häufig Frauen, die in bewusstseinsklaren Phasen durchaus unauffällig sein und in anspruchsvollen Berufen tätig sein können. Erkrankungen wie Alkoholabhängigkeit, Magersucht oder selbstverletzendes Verhalten können Symptome schwerwiegender psychiatrischer Störungen sein. Nicht immer sind Kinder dadurch in Gefahr – manchmal aber doch. Dann ist die Inobhutnahme zum Schutz des Kindeswohls durchaus angezeigt.

Psychisch kranke Eltern als Trittbrett-Opfer

Solche Eltern sind häufig krankheitsuneinsichtig und stellen sich auf gleiche Stufe mit echten Jugendamts-Opfern, bei denen es keinerlei Gründe für die Inobhutnahme der Kinder gibt. Als Trittbrettfahrer getarnt mischen sie sich unter die wahren Opfer und schrecken nicht davor zurück

  • die Öffentlichkeit zu belügen
  • tatsächliche Gründe für die notwendige Inobhutnahme zu verheimlichen
  • und sogar Medien für eigene Zwecke einzuspannen.

Die Rückführung in solchen Fällen ist auf dem Rechtsweg kaum erwirkbar, wenn z. B. eine schwere psychische Erkrankung vorliegt und Therapien entweder nicht gemacht werden oder kein nachhaltiger Therapieerfolg erreicht wird, so dass die Kinder gefahrlos zurückgeführt werden können. Insofern müssen insbesondere die Trittbrett-Opfer zu Strategien greifen, wie Sie hier z. B. beschrieben werden.

Wie können psychisch kranke Mütter / Väter als Trittbrett-Opfer unerkannt bleiben?

Es braucht wahrlich raffinierte Methoden, zahlreiche Unterstützung und gewiss besonderen – wie auch immer gearteten Einsatz – um dieses Ziel zu erreichen. Insbesondere medialer Druck, die Mandatierung eines starken Rechtsbeistandes sowie die Unterstützung zahlreicher echter Opfer und die Nähe zu medienbekannten Persönlichkeiten und evt. eine vorteilhafte Berufsgruppenzugehörigkeit können sich dabei als außerordentlich hilfreich erweisen.

Hier und da sind einzelne Inobhutnahmefälle in den Fokus der Medien geraten und einige von ihnen wurden durch die Rückführung der Kinder unter Zuhilfenahme des öffentlich aufgebauten Drucks in sozialen Netzwerken wie Facebook und anderen Medien aufgelöst.

Nach Rückführung drastische Verschlimmerung des Krankheitsbildes

Lediglich 4 Prozent aller inobhutgenommener Kinder werden überhaupt zu den Eltern bzw. zum erziehenden Elternteil zurückgeführt, so dass die Rückführung generell schwer zu erreichen ist. In Einzelfällen gelingt dies sogar Trittbrett-Opfern, die jedoch häufig nach der Rückführung der Kinder dann deutlich auffällig werden, weil der massive Druck während der Inobhutnahme das Krankheitsbild drastisch verschlimmert.

Während es zunächst noch gelang, die Gründe für die Inobhutnahme der Kinder bei dem öffentlichen Kampf um die Kinder vor der Öffentlichkeit und sogar vor den Medien zu vertuschen, werden die Krankheitsanzeichen durch die enorme Belastung derart verstärkt, dass dies nicht dauerhaft gelingt und es letztlich eine Frage der Zeit ist, wann es wieder zu einer krankheitsbedingten Eskalation kommt, die eine neuerliche Herausnahme der Kinder aus der elterlichen Obhut zur Folge hat oder betroffene Mütter in den erweiterten Suizid gehen.

Selbstverständlich können psychisch erkrankte Menschen nichts für die psychische Erkrankung, sondern brauchen Hilfe, um weder eine Eigen- noch Fremdgefährdung darzustellen. Dennoch ist abschließend zu erwähnen, dass viele grundlos betroffene Familien nur deshalb die Inobhutnahme der Kinder zu beklagen haben, weil es psychisch kranke Eltern gibt, die sich nicht helfen lassen.

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