Spendenbetrug im großen Stil

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Spendenbetrug im großen Stil?

Für jedes inobhutgenommene und fremdbetreute Kind wird jeglicher finanzielle Bedarf abgedeckt durch das regional zuständige Jugendamt. Die Kosten für den monatlichen Heimplatz oder den Platz in einer Pflegefamilie wird in voller Höhe getragen und umfasst alle Dinge des alltäglichen Bedarfs, sowie Miete, Strom, Nebenkosten. Hinzu werden Einzel- und Sonderleistungen wie Taschengeld, Kleidungsgeld, Schulausstattung und Leistungen für Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke sowie Annexleistungen separat bewilligt und ausgezahlt.

Ebenfalls profitieren Heim- und Pflegekinder durch diverse Vergünstigungen wie freier Eintritt oder Eintritt zu vergünstigten Konditionen in Schwimmbäder, Kino, Ferienaktivitäten sowie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. In der Regel werden solche geldwerten Vergünstigungen nicht nur für das Pflegekind gewährt, sondern häufig sogar auf die gesamte Pflegefamilie. Also auch für die leiblichen Kinder der Pflegeeltern, die ohnehin für die Betreuung eines Pflegekindes entlohnt werden.

Eigentlich bräuchten Kinderheime keinerlei Spenden, da die Jugendämter ALLE Kosten decken!

Dennoch sammeln als gemeinnützig deklarierte Organisationen, die Jugendämter, die Kirchen und jedes Kinderheim selbst Spenden für die armen Kinder ein, die angeblich keine Eltern, kein liebevolles Zuhause oder Eltern haben, die sich um sie kümmern wollen – wie es den Spendenwilligen Glauben gemacht wird.

Zu letzt Genanntem bleibt zu sagen, dass die unzähligen öffentlichen verzweifelten Hilfeschreie um ihrer Kinder gebrachten Eltern das Gegenteil belegen. Ein bekannter Fall im Internet findet unter der Zuständigkeit vom Jugendamt Essen statt und zeigt in der Verwahranstalt Kinderdorf Klinge gleiche Züge auf.

Überweisunsträger der Klinge für Spenden
Überweisunsträger der Klinge für Spenden

So läuft der Spendenbetrug

Jedes einzelne Kinderheim erwirtschaftet mit dem erzeugten Leid der Heimkinder Unsummen – Monat für Monat. Große Unternehmen wie Audi, SAP oder Banken sind nicht geizig, wenn es um Spendengelder und Imagepflege geht. Sie spenden nicht nur immense Summen Bargeld, sondern erbringen auch Sachleistungen, die bishin zu einem Fuhrpark reichen.

Schließlich sind die gehörnten und durch Medien fehlinformierten und aufgehetzten Bürger davon überzeugt, dass Kinder im Heim nicht nur arm dran sind, weil sie keine oder missbrauchende Eltern haben, sondern finanziell auf Spenden angewiesen sind.

Die Bürger sind emotional aufgebracht durch die dramatischen Fälle wie Kevin, Chantal und all die anderen Kinder, ohne dabei Einblick in die weitaus tieferen Abgründe der Jugendhilfe zu haben.

Den Bürgern – so auch der AUDI Belegschaft – wird natürlich verschwiegen, dass ohnehin der Staat für alles aufkommt und die Heimkinder eigentlich rundum versorgt sein müssten. Müssten, denn wie wir in diesem Artikel mitgeteilt haben, versickern die Leistungen, die an die Kinder gezahlt werden, in Kinderheim und Heimpersonal.

Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen: es geht nicht darum, dass den Kindern keine Spenden zugute kommen sollen, sondern es geht darum, dass Verantwortliche aus den Geldern und Leistungen Mittel in erheblichem Maße abziehen und sich persönlich, wie auch unternehmerisch bereichern.

Im Fall Timo Pallien ist dies ebenfalls durch die Kindsmutter dokumentiert. So bewilligte das Jugendamt Essen Timo personenbezogene Leistungen in Form von Bekleidungsgeld – aus staatlicher Hand. Das Geld kam jedoch nur in minimaler Höhe beim Kind hat, mit der Folge, dass Timo keine eigens für ihn angeschaffte Kleidung besaß, sondern Kleidung aus der Kleiderkammer auftrug. (Das Thema wird Gegenstand eines späteren Artikels sein.)

Im angesprochenen Fall haben Erzieher für sich selbst Kleidung gekauft und die daraus resultierenden Kassenzettel dem Jugendamt zur Abrechnung vorgelegt. Die Bekleidungspauschale, die dem Mündel zugestanden hätte, ist somit eine persönliche Bereicherung des Erziehungspersonals gewesen, während das Kind in alter, zerschlissener Kleidung umher lief und derart neben einem Spendenaufruf abgelichtet wurde.

Dies wurde über einen Zeitraum von rund 2 Jahren dokumentiert. Aus dem Kinderdorf Klinge, in dem das Kind verwahrt wurde, haben sich andere Eltern an die Familie gewandt, die Gleiches berichteten und ebenfalls die Verwahrlosung der Kinder glaubhaft belegen konnten. Nachfolgend Beispiele, wie der Spendenbetrug praktisch ausgeführt wird.

Spendenbetrug: Audi Belegschaft spendet
Spendenbetrug: Audi Belegschaft spendet

Spendenbetrug: die Methoden

Werden Kinder aus ihrem Elternhaus herausgerissen, sind sie in jedem Fall traumatisiert und müssen zunächst verarbeiten, was sie im Elternhaus, durch die Inobhutnahme oder im Kinderheim erlebt haben bzw. erleben.

Heimkinder haben traurige, leere Augen, vermissen ihr Zuhause, ihre Eltern, ihre Geschwister, ihre Haustiere, ihre Freunde – eben alles, was ihr bisheriges Lebensumfeld ausmachte.

In diesem Zustand werden Neuzugänge in Kinderheimen fotografiert, in übergroßen, zu kleinen oder zu engen und zerschlissenen Kleidungsstücken fotografiert, um sie dann in erbärmlichem Zustand öffentlich als bemitleidenswerte Kinder zu präsentieren. Wie diese sichtbare Not zustande kam, weiß der Spender natürlich nicht.

Mit dieser subtilen Methode wird an die Empathie ahnungsloser, hilfsbereiter Bürger appelliert. So fließen bereitwillig und in wohl gemeinter Absicht großzügig Spendengelder. So verhielt es sich im bereits erwähnten Fall. Denn auch das Kind der Familie Pallien, das im Spätsommer des Jahres 2005 in das Kinderdorf Klinge in Seckach verbracht wurde und durch das Agieren und vom Jugendamt Essen unter dokumentierter Verwahrlosung dort 22 Monate verbleiben musste, fand sich mehrfach in der vom Kinder- und Jugenddorf Klinge in Seckach herausgegebenen Klinge Zeitung sowie auf der Website des kommerziell ausgerichteten Kinderheims. In beiden Medien werden an prominenter Stelle neben Bildern bedauernswerter Kinder und mitleiderregender Textzeilen an die Spendenbereitschaft appelliert.

Von vollumfänglicher und bedarfsabdeckender staatlicher Finanzierung der Heimunterbringung ist dagegen kein Wort erwähnt.

Wir brauchen Ihre Hilfe - Spendenappell Kinderdorf Klinge
Wir brauchen Ihre Hilfe – Spendenappell Kinderdorf Klinge

Die ahnungslosen Spender

Das Langzeitprojekt www.Kinderklau-relaunched.de wurde einzig durch die ehrenamtliche Unterstützung unserer Autoren sowie die unbürokratische Unterstützung durch Unternehmen möglich, die sonst zu unseren Geschäftspartnern zählen.

Während der Planung und Umsetzung des Langzeitprojekts konnten und können sich alle Mitwirkenden und Unterstützer jederzeit von dem Fortschritt der Projektierung, dem Wahrheitsgehalt der Inhalte überzeugen, so dass völlige Transparenz für alle gegeben war und auch künftig gegeben ist.

Es ist unser vorrangiges Bestreben, jegliche, dem Projekt zugute kommenden Spenden zu 100 % in das Projekt fließen zu lassen und diese nicht durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Bereicherung heranzuziehen. Das wäre Spendenbetrug. Wir werden uns nicht mit wirtschaftlich orientierten „Jugendhelfern“ auf ein- und dieselbe Stufe stellen.

Einige Kinderheime und Kinderdörfer, die vorgeben, dramatischen Kinderschicksalen wohlgesonnen zu sein, haben offensichtlich nicht dieselbe Philosophie, was die Transparenz angeht. Um beim Beispiel Kinderdorf Klinge zu bleiben, das im Auftrag vom Jugendamt Essen sowie vom Jugendamt Groß-Gerau Kinder aufbewahrt, werden zwar regelmäßig Spendeneingänge öffentlich honoriert. Allerdings wird den Spendern nicht in gleichen Medien mitgeteilt, dass die Heimkinder einweisenden Jugendämter sämtliche Unkosten und Extra-Leistungen wie Annexleistungen aus dem Staatsbudget, sprich von den Steuergeldern, abdecken.

Unternehmen, die großzügig Spenden an das Kinderdorf Klinge in Seckach leisten, erhalten immerhin noch kostenlose Werbung, die zur Imagepflege geeignet ist. Doch legitimiert dies dazu, solche erdrückenden Fakten zu ignorieren?

Fakt ist, dass ein Unternehmen wie Audi nicht immer nur selbst als Spender auftritt, sondern im Falle des Kinder- und Jugenddorfs Klinge auf tatkräftige finanzielle Unterstützung der Audi-Belegschaft setzt. Mitarbeiter von Audi ließen sich so im Jahr 2011 einen Teil des Weihnachtsgeldes abzwacken und spendeten dies an die Klinge.

Die Klinge unterhält spätestens ab dem Jahr 2005 einen umfangreichen Fuhrpark auf Kleinbussen und PKW. Ob den Arbeitnehmern wirklich bewusst ist, unter welchen Gesichtspunkten sie gemeinsam mit ihren Familien auf einen Teil ihres schwer verdienten Geldes verzichten? Ob sich jede Familie, in der ein Elternteil bei dem Automobilkonzern beschäftigt ist, sich ein Familienauto leisten kann?

Nicht nur die Mitarbeiter des Automobilkonzerns sind betroffen. Bauern, Inhaber von Lebensmittelgeschäften und Bäckereien beliefern das Seckacher Kinderdorf mit Lebensmittelspenden. Doch eigentlich dürfte an Nahrungsversorgung im Heim kein Mangel herrschen, denn auch diese Kosten werden durch die Jugendämter getragen.

Uns sind keine Angaben bekannt, dass Heimplätze durch die hohe Spendenbereitschaft Kosten den Steuerzahler weniger kosten und ebenso ist uns nicht bekannt, das Heimkinder anderweitig in irgendeiner Form von den Spenden profitieren. Sie leben bettelarm, wenngleich jedweder Grundbedarf gesichert ist und zusätzlich horrende Summen an Spendengeldern fließen.

Lukratives Geschäft mit Kindern im Fokus

Neben anderen Fällen werden wir im Besonderen auch den skandalösen Fall der Familie Pallien eingehen, der lückenlos und beweiskräftig dokumentiert wurde. Zudem werden wir die obskuren Handlungspraktiken vom Jugendamt Essen sowie vom Kinderdorf Klinge und bisher unveröffentlichte Details aufzeigen.

Es wird aufgezeigt werden,  wie die wirtschaftlich orientierte Jugendhilfe ausgerichtet ist und wie lukrativ es ist, unter dem Deckmantel Kindeswohl das große Geld zu scheffeln.

Das Kinderheim Klinge ist nach unseren Informationen auf die Aufnahme von 230 Kindern ausgelegt. Ohne Spenden, ohne extra Zuwendungen erwirtschaftet dieses kommerziell ausgerichtete Kinderdorf  bei einem gewöhnlichen, monatlichen Heimkostenplatz in Höhe von 3.500 Euro per Monat 805.000 Euro.

Nicht einkalkuliert sind Heimplätze dort, die mit einem besonders hoch deklarierten Pflegeaufwand monatlich viele Tausend Euro mehr Umsatz einbringen. Alle Zahlen und Fakten wurden so angegeben, wie sie uns aus diesem konkreten Fall bzw. den von der Klinge öffentlich bereitgestellten Informationen entnehmbar sind.

Sollten diese nicht korrekt sein, kann das Kinderdorf Klinge uns selbstverständlich korrekte Zahlen benennen. Wir würden uns sehr freuen, wenn besagtes Kinderdorf den Nachweis erbringen möchte, Belege zu erbringen, die geeignet sind, zu belegen, dass alle sach- und personenbezogenen Leistungen jeweils an die empfangsberechtigten Heimkinder erbracht werden.

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